Beitragstitelbild Berlin Comedian Harmonists im Metropol Theater Bremen

Wohlgefühl inklusive – Die Berlin Comedian Harmonists überzeugen mit einem Mix aus Weihnachtsliedern, Klassikern und Pop-Hits

Beitragsbild Nachbericht Berlin Comedian Harmonists im Metropol Theater BremenAm Ende können sie sich kaum von der Bühne trennen, die Berlin Comedian Harmonists: Mit ihrer Version des John Lennon-Klassikers „Imagine“ als dritter Zugabe verschiedet sich das Sextett in angemessener Weise, nicht ohne dem Publikum ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen. Zuvor haben sie ihre Zuschauer fast zwei Stunden lang (mit Pause) musikalisch umarmt, was diese den Sängern mit großem Applaus dankten. Denn, eines ist an diesem Abend schnell klar: Hier wird kaum ein Besucher ohne ein wohliges Gefühl nach Hause gehen – und genauso soll es zwei Tage vor Heiligabend ja auch sein.

Für ihr Programm „Warten auf’s Christkind – Das Weihnachtskonzert der Berlin Comedian Harmonists“ hat Franz Wittenbrinck dem Sextett einige Weihnachtslied-Klassiker im Stile der Comedian Harmonists arrangiert; die Truppe präsentiert darüber hinaus aber auch einige der großen Hits der Original-Harmonists, die in den 30er Jahren zu lebenden Legenden avancierten. Und auch die „Neuzeit“ findet in Beitragsbild Nachbericht Berlin Comedian Harmonists im Metropol Theater Bremendiesem Programm ihren Platz: die Berlin Comedian Harmonists überraschen unter anderem mit flotten Arrangements von Nenas „99 Luftballons“, Helene Fischers „Atemlos“, „All you need is love“ von den Beatles oder einem Michael Jackson-Medley mit „Billie Jean“ und „Bad“ (letzteres unter dem Titel „Fett“).

Am allerstärksten ist die Berliner Combo aber immer dann, wenn sie die Songs ihrer großen Vorbilder auf die Bühne bringt: „Ein Freund, ein guter Freund“, „Ein Lied geht um die Welt“, „Kannst Du pfeifen, Johanna“ oder natürlich „Mein kleiner grüner Kaktus“ kommen beim Publikum besonders gut an. Beeindruckend, wie die Stimmen harmonieren, wie die fünf Sänger sowie Pianist Nikolai Orloff die Lieder mit Mimik und Gestik bereichern, ganz im Stile der Original-Harmonists.

Beitragsbild Nachbericht Berlin Comedian Harmonists im Metropol Theater BremenEntstanden ist die Gruppe bereits 1997, wo sie in der Berliner Komödie am Kurfürstendamm unter dem Titel „Veronika, der Lenz ist da“ die Geschichte der Comedian Harmonists erzählten. Vom Publikum begeistert gefeiert, blieb man auch nach dem Ende der Aufführungsserie zusammen und bereist bis heute die Konzertsäle in ganz Deutschland (und darüber hinaus).

Wie gut die Sechs eingespielt sind, beweisen sie auch in Bremen: da sitzt jeder Ton, passt jede Bewegung – und wie bei ihren Namensgebern spielt natürlich auch die Komik eine große Rolle. Es wird gegurgelt, gepfiffen und viel gelacht – letzteres auch im Publikum. Besonders schön ist es, wie die Harmonists-Klassiker bisweilen auch in die neueren Stücke eingebunden werden – da mogelt sich etwa der „kleine grüne Kaktus“ in die „99 Luftballons“, die dadurch entsprechend auf 98 Luftballons reduziert werden.

Beitragsbild Nachbericht Berlin Comedian Harmonists im Metropol Theater BremenEine wesentliche Rolle spielen – dem Programm gemäß – natürlich die Weihnachtsstücke, und auch diesbezüglich halten die Berlin Comedian Harmonists, was der Abend verspricht. Ganz zu Beginn gibt es bereits „Advent, Advent“ und „Morgen, Kinder, wird’s was geben“ zu hören, speziell im zweiten Teil des Abends wird es dann sehr weihnachtlich: unter anderem erklingen „Süßer die Glocken nie klingen“, „O du Fröhliche“ oder „Stille Nacht, heilige Nacht“. Für besondere Gänsehautmomente sorgt die Version von „Maria durch den Dornwald ging“ – schöner und ergreifender haben auch Harry Frommermann und Co. (die Original-Harmonists) dieses Lied kaum auf eine Bühne bringen können.

Einen wesentlichen Teil des Weihnachtsprogramms machen zudem die Geschichten aus, die die sechs Mitglieder der Comedian Harmonists ihrem Publikum erzählen – sehr persönliche Weihnachtserinnerungen, sehr individuell vorgetragen. Beitragsbild Nachbericht Berlin Comedian Harmonists im Metropol Theater BremenSo berichtet etwa Pianist Nikolai Orloff von seiner Jugend in Weissrussland, auch der 1. Bariton Olaf Drauschke, der 2. Bariton Ulrich Bildstein, der 2. Tenor Norbert Kohler und Bassist Wolfgang Höltzel dürfen Erinnerungen zum Besten geben. Besonders heimelig wird es abschließend beim 1. Tenor Holger Off, der seine Weihnachtslieder-Schallplatten-Sammlung vorstellt, die er in seiner Kindheit und Jugend gesammelt hat – von Bing Crosby über Luis Trenker bis hin zu Elvis Presley. Alle sechs sind übrigens auch über dieses Projekt hinaus gefragte Sänger und Darsteller im Musical-, Schauspiel- oder Opernbereich – das merkt man ihnen in jeder Sekunde an.

Fazit: ein schöner, wohltuender Abend im Metropol-Theater, besonders nach der Pause – und eine perfekte Einstimmung auf die Weihnachtszeit.